CMG reagiert auf eine Gegenwart, in der verkörperte Erfahrung zunehmend unter Druck gerät. Der Verein geht von der Annahme aus, dass Wahrnehmung, Denken und Handeln nicht allein kognitive Vorgänge sind, sondern wesentlich leiblich, situativ und erfahrungsabhängig.
In einer digitalisierten und beschleunigten Gegenwart werden diese Grundlagen häufig verkürzt, ausgelagert oder funktional überformt. Erfahrung verliert dabei ihren offenen, eigenständigen Charakter.
CMG setzt hier an, indem der Verein Bedingungen für offene, nicht-instrumentelle Erfahrung schafft. Er entwickelt keine Programme, vermittelt keine Methoden und steuert keine Prozesse. Erfahrung wird nicht hergestellt, sondern ermöglicht.
Die Haltung von CMG ist vorgelagert zu Bildung, Training oder Therapie. Der Verein ersetzt diese nicht und tritt nicht in Konkurrenz zu ihnen. Vielmehr hält er kulturelle Rahmen offen, in denen verkörperte Wahrnehmung, Orientierung und Selbstbezug möglich bleiben.
Haltung heißt, den Rahmen zu sichern – und den Vollzug offen zu lassen.